Mehrstufige Ganztagsklassen

Die VS Innere Stadt gehört zu den ersten Schulen in Tirol, in der seit September 2007 Ganztagsklassen in der Volksschule angeboten werden. Das Zauberwort in Sachen gebundene Ganztagsklasse heißt „Rhythmisierung“. Rhythmisierter Unterricht bedeutet, dass verschränkte Lern- und Übungsphasen ständig abwechseln, sodass die Schüler nicht überfordert werden und zwischen den einzelnen Lernfächern genügend Freizeit bleibt.


Ganztagesklasse in der VS Innere Stadt heißt konkret: eine durchgehende Form der Betreuung von 7:45 Uhr bis 17:15 Uhr.


Der Pflichtunterricht wird auf Vormittag und Nachmittag verteilt. Über den ganzen Tag hinweg wechseln Unterrichtsstunden mit Übungs- und Studierzeiten. Der Schulvormittag endet mit einem gemeinsamen Mittagessen. Daran schließt sich eine Bewegungs-, Ruhe- oder Spielphase an.


Ab 13:15 Uhr startet die zweite Unterrichtsphase, die um 15:25 Uhr endet (erste Abholmöglichkeit).


Nach 15:25 Uhr beginnt ein vielseitiges Freizeitangebot im Tagesheim.

Für diese rhythmisierte Form des Unterrichts bieten sich offene Lernformen (Freiarbeit, Montessoripädagogik, Projektarbeit) optimal an. Aus pädagogischen und erziehlichen Gründen werden die Ganztagesklassen jahrgangsgemischt geführt (mehrere Schulstufen werden gemeinsam unterrichtet), da der Ausbau der Sozialkompetenz und Stärkung der Teamfähigkeit große Schwerpunkte darstellen. Eine Klasse wird von 2 LehrerInnen unterrichtet. Die Teamarbeit macht die Organisation von Projekten und Aktivitäten außerhalb der Schule möglich.

Die Ganztagesklassen bieten den geeigneten Rahmen, damit LehrerInnen sich verstärkt ganz individuell um die Kinder kümmern können und dabei in der Lage sind, Stärken zu fördern und „Schwächen“ zu begegnen.

 

Mehrstufigkeit - Heterogene Klassen

Eine altersheterogene Grundstruktur in einer Klasse fördert die Entwicklung von Selbständigkeit, eigenständigem Lernen, Kreativität und sozialen Kompetenzen und setzt neue Unterrichtsformen und  -methoden voraus. Reformpädagogische Didaktik ermöglicht eine produktive Lernatmosphäre und dadurch individuelle Entwicklungen aller Kinder im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Bedürfnisse.

Ziele:

  • Jedes Kind hat in all seiner Eigenart dasselbe Recht darauf, sich entwickeln zu können und gefördert zu werden: Der Unterricht soll personalisiert geführt sein.
  • Kinder sollen ihre Lernprozesse selbst steuern.
  • Durch die altersheterogene Gruppe entsteht eine familiäre Atmosphäre, in der es sowohl den Unterstützer, als auch den Unterstützten gibt. Kinder haben die Fähigkeit miteinander und voneinander zu lernen.
  • Unterschiedliche Arbeitstempi und Leistungsfähigkeiten werden als selbstverständlich erlebt.
  • Das jährliche Hinzukommen einer kleinen Gruppe jüngerer Kinder und das Weggehen älterer SchülerInnen ermöglichen wichtige Lernerfahrungen, die die Kinder bestens auf die Gesellschaft vorbereiten: Fremdes, Unbekanntes wird regelmäßig in die Gruppe aufgenommen, während Vertrautes und Liebgewonnenes auch regelmäßig verabschiedet werden muss. Dadurch ergibt sich ein laufender Wechsel der Rollen in den Gruppen.
  • Durch die größere Gruppe der SchülerInnen, die gleich bleibt, bleibt die Lern- und Sozialkultur der Klasse stabil, Regeln werden schneller übernommen, die Lehrpersonen werden als Lerncoachin bzw. Lerncoach empfunden, da auch die älteren Kinder korrigierend agieren.
  • Allen SchülerInnen soll die Organisationsform und die Methode entgegenkommen. Selbst Kinder mit Entwicklungs- oder Lernrückständen erleben, dass sie in vielen Breichen Wissen und Kompetenzen an andere weitergeben können.
  • Angebote und Materialien für alle Leistungs- und Entwicklungsstufen stehen jederzeit zur Verfügung, Kinder finden jederzeit Partner, die mit ihnen dieselben Lerninhalte bearbeiten möchten.
  • Kinder werden motiviert und gefordert.
  • LehrerInnen haben die Möglichkeit, Personalisierung auf hohem Niveau anzubieten. Die zur Verfügung stehende Zeit kann effektiver zur individuellen Betreuung der SchülerInnen genutzt werden.